News Wanderfreunde

Wanderfahrt nach Nordhausen

Am 23. Februar 2013 trafen sich 9 Dessauer und 5 Hallenser Gehörlose, zu einem Ausflug in die „Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei“ nach Nordhausen. Mit dem Zug ging es von Halle nach Nordhausen. Auch Thomas Hauf war mit von der Partie. Er sollte für uns die Führung dolmetschen. Auf dem Weg zur Brennerei kamen wir an einem modernen Einkaufszentrum vorbei und nahmen in einem kleinen Cafe unser „2. Frühstück“ ein. Dann machten wir uns wieder auf den Weg und glaubten, das Museum schon gefunden zu haben. Schon von weitem sahen wir ein Firmengelände mit riesengroßen Schnapsflaschen. Wir wollten schon auf das Gelände gehen, da merkten wir, dass hier die Produktionsfirma ist. Wir machten gleich mal ein Foto. Zum Museum mussten wir noch etwas weiter laufen. Mit der Navigationsfunktion im Handy fanden wir unser Ziel. Nordhausen sieht sehr schön aus. Alte sanierte Fachwerkhäuser und moderne Neubauten in frischen Farben wechseln sich ab.

Um 11:30 Uhr erreichten wir das Museum. Wir bezahlten Eintritt und unsere Führung durch das Museum konnte sofort beginnen. Ein sehr freundlicher junger Mann erklärte uns alles ganz genau. Seit 500 Jahren schon wird in Nordhausen Schnaps gebrannt. Die Gebäude in denen sich das Museum befindet, sind erst 100 Jahre alt und wurden im Jugendstil gebaut. Über den wunderschönen Innenhof gelangten wir in den Mühlenraum, den Maischekeller, den Brennraum, den Zollraum und die sogenannte Niederlage. In diesem letzten Raum wurde der Schnaps abgefüllt, gewogen und zum Verschicken vorbereitet. Heute finden dort die Verkostungen statt. Auch wir konnten die verschiedenen Liköre in Geschmacksrichtungen wie Kaffee, Ingwer, Schoko, Rose, Orange und Gin, sowie Doppelkorn und Feinen Doppelkorn (3 Jahre alt) probieren. Danach waren wir alle ein bisschen beschwipst und hatten gute Laune.

Wir verabschiedeten uns, aber einige kauften noch schnell ein paar „Souvenirs“, also ein paar leckere Nordhäuser Spezialitäten. Plötzlich hatten wir alle Hunger und besuchten ein Restaurant. Danach spazierten wir wieder durch die Stadt zurück in Richtung Bahnhof und hielten in einem Cafe noch mal an, zum Kaffee trinken. Dort haben wir uns weiter viel unterhalten und viel gelacht.

Die Idee, nach Nordhausen zu fahren, kam von Christa Oelsner und Edgar Schade, der Vorschlag, das Brennerei-Museum zu besichtigen von Steffi Merl. Danke für die Organisation! Danke auch an Thomas Hauf, der bereit war, für uns zu dolmetschen.

An diesem Tag sind wir ca. 4 km gelaufen. Wir hatten wieder viel Spaß und es war ein gelungener Ausflug.

 

Steffi Merl / Christa Oelsner / Edgar Schade


Unsere erste Wanderung im neuen Jahr 2013

Am 26. Januar begann für uns die Wandersaison im neuen Jahr 2013.

Sechs Personen aus Leipzig, Halle und Weißenfels trafen sich auf dem Leipziger Hauptbahnhof.

Mit der Straßenbahn 9 fuhren wir in Richtung Markkleeberg/West und stiegen aus an unserem Ziel „Wildpark“.

Gleich am Eingang machten wir unser erstes Foto und liefen dann bis zum eigentlichen Wildpark, den Tiergehegen. Am Morgen war das Wetter noch etwas ungemütlich und die Tiere hielten sich noch versteckt. Nur den Bisons machte das nichts aus. Wir beobachteten und bestaunten sie. Vorbei an den Wasservögeln, Eulen und andern Vögeln, sahen wir Rotwild, Dammwild  und Muffelwild. Wir besuchten die Wildschweine, die in der Erde wühlten und nach Kastanien suchten. Dort stank es fürchterlich. Schnell weg!

Dann liefen wir weiter bis zur Wildparkgaststätte, wo wir ein wunderbares Mittagessen serviert bekamen. Als wir wieder zu den Tieren gingen, hatten wir plötzlich traumhaften Sonnenschein. Es war trotzdem kalt, aber sehr schön. Wir liefen am Teich vorbei, der zugefroren war. Dort liefen ein paar Leute Schlittschuh. Dann liefen wir wieder zum Park zurück und beobachteten die Elche. Auch die anderen Tiere kamen aus ihren Verstecken und zeigten sich im Gehege. Unterwegs blieben wir immer wieder stehen, unterhielten uns und lachten, lachten, lachten.

Unser nächstes Ziel war das Russische Teehaus, in dem wir uns bei Kuchen und heißen Getränken aufwärmten. Damit beendeten wir unseren Besuch im Wildpark, wanderten zurück zur Straßenbahn und fuhren gemeinsam wieder zum Bahnhof. Dort konnten wir uns gar nicht voneinander trennen und blieben noch lange und unterhielten uns und machten unsere Späße.

Es war wieder ein gelungener Ausflug. Insgesamt sind wir ca. 5 km gewandert.

 

Steffi Merl / C. Oelsner / E. Schade


Wanderfahrt nach Radebeul und Moritzburg

Am 24. November 2012 trafen sich 12 Gehörlose in Halle. Sie fuhren gemeinsam nach Leipzig. Dort stiegen sie gemeinsam mit 2 Leipziger Gehörlosen in den Zug nach Radebeul. Gegen 9:30 Uhr erreichten wir den Bahnhof Radebeul Ost, der gerade umgebaut wird. Wir mussten einen großen Umweg laufen, um unser Ziel, das DDR-Museum, zu besuchen.

Endlich waren wir angekommen und besichtigten eine Etage nach der anderen. Diese waren nach verschiedenen Themen eingerichtet: Auto und Verkehr, Wirtschaft und Handel, Freizeit und Wohnen, Staat und Institutionen. Es war sehr sehr interessant! So viele Erinnerungen wurden wach und manchmal mussten wir auch lachen.

Um 12:00 Uhr trafen wir uns wieder und liefen zurück zum Bahnhof.

Mit der „Bimmelbahn“ der Traditionsbahn Radebeul, fuhren wir direkt nach Moritzburg, um das Schloss zu besichtigen. Einige Frauen hatten Glück und konnten mit einer Kutsche zum Schloss fahren. Die Männer mussten leider laufen.

Wir fanden es sehr gemütlich und lustig und fühlten uns wie Prinzessinnen.

Am Schloss angekommen, aßen wir eine Kleinigkeit und tranken Kaffee. Wir spazierten durch den Schlosspark und machten viele Fotos. Auch mit dem Wetter hatten wir Glück und konnten weit über das Land schauen. Und weil es so schön war, fuhren wir auch wieder mit der Kutsche zurück.

In Moritzburg nahmen wir wieder die „Bimmelbahn“, die uns wieder quer durch die Stadt Radebeul führte. Wir aßen unterwegs noch Abendbrot und liefen zurück zum Bahnhof. Den großen Umweg, wegen der Baustelle, hatten wir jedoch unterschätzt und verpassten leider unseren Zug. Da mussten wir eine Stunde warten. Aber das war kein Problem für uns. Wir saßen im Bahnhof und unterhielten uns und hatten trotzdem viel Spaß, bis unser Zug kam und uns nach Hause brachte.

Insgesamt sind wir 9 km gewandert. Wir waren ziemlich kaputt, aber es war wieder ein sehr schöner Ausflug.

 

S. Merl/C. Oelsner/K. Strauß


Zwiebelmarkt in Weimar

Am 13. Oktober 2012 fand in Weimar der 359. Zwiebelmarkt statt. Zu diesem Ausflug trafen sich 7 Gehörlose in Halle. Wir waren nicht die Einzigen, die dieses Ziel hatten. Der Zug war voll gestopft mit Menschen, die auch nach Weimar wollten. Glücklicherweise konnten wir Sitzplätze finden. Weimar erwartete uns schon mit wunderbarem Wetter. Da mussten wir gleich mal ein Foto von uns allen machen. Dann liefen wir zum Markt. Edgar Schade kannte den Weg und er führte uns. Dort waren viele, viele Menschen und wir entschieden, als Gruppe zusammen zu bleiben. Edgar Schade übernahm wieder die Führung und erklärte uns alles. Das war nicht nur interessant, sondern auch oft lustig. Er war sehr geduldig mit uns und wartete auch, bis die Gruppe wieder zusammen war. An unzähligen Ständen wurden Zwiebeln im Netz, als Zopf, als Puppen, Tiere und vieles andere angeboten. Für das leibliche Wohl gab es Knoblauchbrot und Knoblauchschnaps, aber noch vieles andere mehr. Von fast jedem Stand machten wir ein Foto. Wir wollten gern eine Erinnerung kaufen, konnten uns aber nicht entscheiden. Als wir alles gesehen hatten, machten wir eine Pause, um auszuruhen und uns zu unterhalten. Dann machten wir uns auf den Rückweg und einige kauften etwas. Wir hatten die Qual der Wahl. Die Entscheidung fiel bei dieser Auswahl wirklich schwer.

Wir liefen zurück zum Bahnhof und hielten noch einmal an, um Kaffee zu trinken. Auch hier waren viele Menschen und wir konnten keinen Platz finden. Da entdeckte Edgar Schade ein Restaurant in einer Bowlinganlage. Dort setzten wir uns, tranken unseren Kaffee und unterhielten uns. Da die meisten von uns leidenschaftlich gern bowlen, konnten wir uns nicht zurückhalten. Die Bowlingbahn lockte und spontan bestellten wir zwei Bahnen. Das hatte keiner geplant! Über diese Idee und den Tagesabschluß haben wir uns sehr gefreut. Nach dem Spielen liefen wir zum Bahnhof, wo es wieder wie im Ameisenhaufen von Menschen nur so wimmelte. Es war unser Glückstag, denn wir konnten wieder Sitzplätze finden und viele andere Menschen mussten im Zug stehen.

Die Idee, zum Zwiebelmarkt zu fahren, hatte Christa Oelsner. Danke für den Tipp! Und auch ein herzliches Dankeschön an Edgar Schade, der geduldig und mit Späßen uns durch die Stadt geführt hat. Es war rundum ein gelungener Ausflug!


Wanderung im Freizeitpark "Belantis" Leipzig

Am 29. September 2012 trafen sich Mitglieder der Vereine Gehörlosensport- und Bürgerverein Halle e.V., Wanderfreunde der Gehörlosen Halle e. V. und Gehörlosenverein Dessau e.V. in Halle und fuhren mit dem Zug nach Leipzig. Dort wurden sie schon von 2 Leipzigern erwartet, die sie zum Freizeitpark „Belantis“ führten.

Um 10:45 Uhr erreichten wir das Gelände und wunderten uns, dass schon so viele Besucher da waren. Einige von uns waren nicht zum ersten Mal dort und staunten über die neuen Attraktionen. Die große Schiffsschaukel „Santa Maria“ kannten einige schon und wir probierten sie als erstes. Auf die Achterbahn traute sich nur ein mutiger junger Gehörloser. Danach besichtigten wir die Ritterburg und legten eine Mittagspause ein. Frisch gestärkt unternahmen wir eine „Fahrt des Odysseus“ eine Tour mit einem Boot, das wie ein Schwan aussieht. Auf dem Festland angekommen, spazierten wir bis zum „Haus der Drachen“ und gruselten uns in der Folterkammer. Im Haus setzten wir uns auf Bänke, hielten uns an Sicherungsbügeln fest und schon fing das Haus an zu schaukeln. Wir glaubten sogar auf dem Kopf zu stehen. Hier wurden wir ganz schön reingelegt! Dann wanderten 6 von uns die Pyramide hinauf, um im Schlauchboot durch spritzendes Wasser wieder hinunter zu rutschen. Das nannte sich „Fluch des Pharaos“. Wir haben wirklich geflucht, weil wir so nass geworden sind, aber wir haben auch sehr geschrien und gelacht. Danach gab es eine kleine Kaffeepause.

Eine große Drehschaukel, „Belanitus Rache“, war unser nächster Haltpunkt. Nicht jeder traute sich da drauf, weil es doch ziemlich gefährlich aussah. Die Mutigen unter uns waren jedenfalls von den Drehungen und Schwüngen begeistert.

Zum Schluss hatten alle noch mal Spaß auf der tanzenden und schwingenden Plattform „Buddel-Tanz“ die sich wirklich tanzend bewegte, und ganz harmlos und angenehm für uns war.

Es war ein wunderbarer Tag, wir haben einiges ausprobiert und viele andere Attraktionen gesehen und am Ende dieses Tages machte ein Fotograf noch ein gemeinsames Foto von allen mit dem Maskottchen „Buddel“.

Wir hatten viel Spaß und haben viel gelacht. Auf dem Heimweg machten einige noch einen kleinen Abstecher zu den Brühl-Höfen, die in dieser Woche in der Innenstadt eröffnet worden waren und fuhren dann wieder mit dem Zug nach Hause.

Am 29. September 2012 trafen sich Mitglieder der Vereine Gehörlosensport- und Bürgerverein Halle e.V., Wanderfreunde der Gehörlosen Halle e. V. und Gehörlosenverein Dessau e.V. in Halle und fuhren mit dem Zug nach Leipzig. Dort wurden sie schon von 2 Leipzigern erwartet, die sie zum Freizeitpark „Belantis“ führten.

Um 10:45 Uhr erreichten wir das Gelände und wunderten uns, dass schon so viele Besucher da waren. Einige von uns waren nicht zum ersten Mal dort und staunten über die neuen Attraktionen. Die große Schiffsschaukel „Santa Maria“ kannten einige schon und wir probierten sie als erstes. Auf die Achterbahn traute sich nur ein mutiger junger Gehörloser. Danach besichtigten wir die Ritterburg und legten eine Mittagspause ein. Frisch gestärkt unternahmen wir eine „Fahrt des Odysseus“ eine Tour mit einem Boot, das wie ein Schwan aussieht. Auf dem Festland angekommen, spazierten wir bis zum „Haus der Drachen“ und gruselten uns in der Folterkammer. Im Haus setzten wir uns auf Bänke, hielten uns an Sicherungsbügeln fest und schon fing das Haus an zu schaukeln. Wir glaubten sogar auf dem Kopf zu stehen. Hier wurden wir ganz schön reingelegt! Dann wanderten 6 von uns die Pyramide hinauf, um im Schlauchboot durch spritzendes Wasser wieder hinunter zu rutschen. Das nannte sich „Fluch des Pharaos“. Wir haben wirklich geflucht, weil wir so nass geworden sind, aber wir haben auch sehr geschrien und gelacht. Danach gab es eine kleine Kaffeepause.

Eine große Drehschaukel, „Belanitus Rache“, war unser nächster Haltpunkt. Nicht jeder traute sich da drauf, weil es doch ziemlich gefährlich aussah. Die Mutigen unter uns waren jedenfalls von den Drehungen und Schwüngen begeistert.

Zum Schluss hatten alle noch mal Spaß auf der tanzenden und schwingenden Plattform „Buddel-Tanz“ die sich wirklich tanzend bewegte, und ganz harmlos und angenehm für uns war.

Es war ein wunderbarer Tag, wir haben einiges ausprobiert und viele andere Attraktionen gesehen und am Ende dieses Tages machte ein Fotograf noch ein gemeinsames Foto von allen mit dem Maskottchen „Buddel“.

Wir hatten viel Spaß und haben viel gelacht. Auf dem Heimweg machten einige noch einen kleinen Abstecher zu den Brühl-Höfen, die in dieser Woche in der Innenstadt eröffnet worden waren und fuhren dann wieder mit dem Zug nach Hause.


Landesseniorentreffen 2012

Das diesjährige Landestreffen der Senioren der Gehörlosenvereine in Sachsen-Anhalt fand am 2. Mai in Wittenberg statt.

Um kurz nach 8.00 Uhr fuhren die Senioren aus Leipzig und Halle mit ihren Zügen los. In Bitterfeld stiegen die Hallenser um zu den Leipzigern in Richtung Wittenberg. Schon eine Stunde später kamen wir dort an. Einige von uns liefen bis zum Treffpunkt und andere ließen sich vom Bus dorthin fahren. Wir kamen an im Luther-Hotel Wittenberg, in dem das Treffen stattfinden sollte. 255 Personen hatten sich angemeldet. Unsere Gruppe aus Halle zählte 11 Personen. Und nicht nur aus Sachsen-Anhalt waren die Teilnehmer angereist, sondern auch aus so weit entfernten Städten wie Rostock. Wir nahmen unsere Plätze an der für uns vorbestellten Tafel ein. Um 10.00 Uhr wurde das Treffen vom Wittenberger Bürgermeister mit einer Rede eröffnet. Danach folgten auch Grußworte der verschiedenen Landesverbände. Bis zum Mittagessen hatten wir noch Zeit, alte Bekannte zu begrüßen. Dann nahmen wir wieder Platz und ließen uns das Essen schmecken. Zur Verdauung machten wir uns auf den Weg, die Stadt kennen zu lernen. Verschiedene Gruppen machten sich auf den Weg. Unsere Hallenser Gruppe genoss den Spaziergang durch einen blühenden Park bis zu einer von dem bekannten Bildhauer und Maler Friedensreich Hundertwasser gestalteten Schule und einigen Wohnhäusern. Aus einer normalen Schule war mit viel Liebe und vielen Farben und kleinen baulichen Veränderungen etwas ganz Besonderes und Schönes geworden. Wir machten eine kleine Pause, um ein Eis zu essen und liefen dann langsam zum Hotel zurück. Dort trafen wir uns alle wieder und tranken gemeinsam Kaffee. Wir plauderten noch miteinander und schon war unser Treffen zu Ende. Wir verabschiedeten uns bis zum nächsten Jahr und wir Hallenser liefen gemeinsam zum Bahnhof und stiegen in unseren Zug. Diesmal legten wir eine Strecke von ungefähr 7 km zurück.

Es war wieder einmal schön, bekannte Gesichter wieder zu sehen. Es war ein wunderschöner Frühlingstag mit traumhaftem Wetter.

 

Steffi Merl


Zoobesuch im April

Am 28. April 2012 trafen sich die Hallenser Wanderfreunde, um gemeinsam den Leipziger Zoo zu besuchen. Treffpunkt war der Hauptbahnhof in Halle. In Leipzig angekommen, wurden wir von unseren Leipziger Mitgliedern Edgar Schade und Steffi Merl abgeholt.

Um 9.30 Uhr liefen wir los. Das Wetter war schon schön warm. Wir kauften unsere Eintrittskarten und gingen sofort zur neuen Gondwanaland - Halle. Obwohl diese schon seit ein paar Monaten geöffnet ist, sahen einige von uns sie zum ersten Mal. Und es hat sich wirklich gelohnt! Mit einem Boot fuhren wir durch den Urwald. Die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch und wir kamen ins Schwitzen! Zweimal fiel ein feiner Nieselregen auf uns nieder. In dieser Halle kann man den Regenwald Afrikas, Asiens und Südamerikas erleben. Sogar unter der Wasseroberfläche konnten wir Tiere sehen. Wir stiegen wieder aus dem Boot und wanderten auf Dschungelpfaden weiter, bis wir zu einem Rastplatz kamen. Durch die feuchte Wärme fühlten wir uns, als wären wir schon kilometerweit gelaufen. Danach verließen wir die Halle und aßen Mittag. Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg durch den Zoo. Wir staunten, wie viel sich dort verändert hat! Einige Tiere sind umgezogen und wir mussten sie erst suchen. Bei Kaffee und Kuchen unterhielten wir uns über den Spaziergang und machten Pläne für unsere nächsten Wandertage. Erst kurz vor dem Abschließen verließen wir den Zoo und liefen gemeinsam zurück zum Bahnhof. Wir verabschiedeten uns von unseren Leipzigern und fuhren zurück nach Halle.

Diesmal legten wir eine Strecke von ungefähr 5 km zurück. Das Wetter war wunderbar. Der Ausflug war ein Erlebnis. Besonders die Bootsfahrt durch den Urwald hat alle begeistert.

Einen Ausflug in den Leipziger Zoo können wir wirklich wärmstens empfehlen.

 

S. Merl / C. Oelsner


Wanderfahrt nach Eisenach am 31. März 2012

Am letzten Tag im März trafen sich die Vereine Gehörlosenverein Halle e.V., Wanderfreunde Halle e.V. und Gehörlosenverein „Anhalt“ Dessau e.V. zu einem Ausflug nach Eisenach.

Das Wetter war sehr unfreundlich. Trotzdem ließen sich 12 Wanderfreunde nicht abhalten. Früh um 7:00 Uhr trafen wir uns am Hauptbahnhof in Halle und fuhren direkt nach Eisenach. Alle waren schon hellwach und unterhielten sich die ganze Fahrt. Um 9:44 Uhr erreichten wir unser Ziel und nahmen dort unser zweites Frühstück ein. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zur Wartburg. Zuerst durch die hübsche Altstadt und dann ging es immer bergauf. Oben angekommen merkten wir, dass der Weg doch ganz schön anstrengend war. Beim Laufen haben wir uns so gut unterhalten, dass wir es nicht merkten. Wir mussten erstmal eine Pause machen. Wir umrundeten die Burg und schauten über die Burgmauer auf die Stadt und genossen das wunderbare Panorama. Danach ging es zum Mittagessen.

Nach dem Essen hatten einige von uns immer noch nicht genug und quälten sich sogar bis zur Aussichtsplattform auf dem Burgturm. Wir sahen auf die anderen Gehörlosen hinunter, die im Burghof Fotos machten und wir winkten uns zu. Die Aussicht war wirklich wunderschön.

Plötzlich war das Wetter besser und wir konnten weit über den Thüringer Wald sehen.

Nun ging es wieder zurück zur Stadt. Das war nicht so einfach und wir mussten auf dem steilen Weg sehr vorsichtig sein. Jetzt regnete es sogar. Eigentlich richtiges Aprilwetter! Unten angekommen belohnten wir uns mit einem Kaffee und brachen dann auf in Richtung Bahnhof.

Wir fuhren zurück und erreichten Halle gegen 18:30 Uhr. Dort konnten wir uns noch nicht trennen, sondern unterhielten uns und lachten viel, noch eine Stunde lang. Endlich stiegen alle in ihre Heimatzüge und fuhren nach Hause.

Mit Muskelkater in den Beinen und im Bauch, vom vielen Lachen, denken wir gern an diesen Tag. Wir sind 10 km gelaufen und das Wetter konnte uns die gute Laune nicht verderben.

Es war ein toller Tag.

 

C. Oelsner/S. Merl